Buchbare Paranoia

Brauchen wir Geheimnisse und Privatsphäre oder haben wir "nichts zu verbergen"? Kann uns der Staat vor Kriminalität schützen und können wir ihm vertrauen? Müssen wir uns überwachen lassen, um in Sicherheit leben zu können, oder können wir Freiheit und Sicherheit gleichzeitig haben?

Die Freiheitsrednerinnen und -redner geben Antworten. Wir sind ein Netzwerk von Bürgern, die z.B. an Schulen und Universitäten ehrenamtlich Vorträge über den Wert der Privatsphäre und den Nutzen von Überwachung halten und diese Themen mit den Teilnehmern diskutieren.

Feine Idee. :)

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Da wurde 5 x wat jesacht zu “Buchbare Paranoia” »»

  1. Getippselt von vox populi am 08.05.07 um 16:32

    "Müssen wir uns überwachen lassen...?"
    Nein, wir müssen *die anderen* überwachen lassen. Es geht doch immer nur um die anderen, denn *wir* haben ja nichts zu verbergen, wieso sollten wir *uns* also überwachen lassen?

  2. Getippselt von missi am 08.05.07 um 16:52

    Natürlich hat auch niemand was in der eigenen Familie oder im Freundeskreis zu verbergen. Was die Auswahl dann schon weitesgehend einschränkt auf die Freaks ohne Sozialkontakte, die sich nicht für die Aussenwelt interessieren. Nur warum sollte man die dann überwachen?

    Aber mal ernsthaft: "Wir müssen uns nicht überwachen lassen", wir müssen ein paar Gewohnheiten ablegen und eventuell auf ein paar Annehmlichkeiten verzichten. Das fängt an beim zusätzlichen Mausklick fürs Mailverschlüsseln und endet mit dem Beantworten der Frage im $Marktdeinerwahl nach deiner Postleitzahl mit einem "Will ich nicht" statt einem reflexartigen runterleiern derselben.

  3. Getippselt von vox populi am 08.05.07 um 17:19

    1. Ich bin kein Freak und ich interessiere mich für meine Umwelt, was aber nicht bedeutet, daß sie mir auf die Pelle rücken darf.
    2. Habe ich auch vor Familie und Freunden etwas zu verbergen.
    ---------------------------

    E-Mails zu verschlüsseln funktioniert nur, wenn der Empfänger weiß was das ist und es selbst auch verwendet. Ich habe neulich Bewerbungen geschrieben und die Unternehmen gefragt, ob sie sie als E-Mail akzeptieren ("Ja, tun wir.") und ob sie sie verschlüsselt akzeptieren ("Hm, nee, lieber als PDF. DOC geht auch", "Sie brauchen das nicht komprimieren, wir bekommen hier Bewerbungen, die sind 10 MB groß, das geht schon.").
    Also habe ich mehrere E-Mailadressen. Eine für offizielle Zwecke und eine andere für, naja, private Dinge.

    Das Problem ist meines Erachtens nach, daß eine Postleitzahl an sich harmlos ist. Sie wird erst gefährlich, wenn die Unternehmen diese Angabe mit anderen Informationen verknüpfen. Daß sie das tun, weiß der Konsument ja nicht. Ihm darüber zu erzählen, rückt den Erzähler rasch in die Ecke der Verschwörungstheoretiker, und dann gilt er als spinnert. Wer hört einem Spinner schon zu?

  4. Getippselt von missi am 08.05.07 um 17:25

    Ich sollte Zynismus besser kennzeichnen, du hast Recht. ;)
    ---

    Ich habe neulich Bewerbungen geschrieben und die Unternehmen gefragt, ob sie sie als E-Mail akzeptieren ("Ja, tun wir.") und ob sie sie verschlüsselt akzeptieren ("Hm, nee, lieber als PDF. DOC geht auch", "Sie brauchen das nicht komprimieren, wir bekommen hier Bewerbungen, die sind 10 MB groß, das geht schon.").

    Jetzt hättest du es konsequenterweise in einen Briefumschlag tun sollen und das ganze per Post verschicken :o)

  5. Getippselt von vox populi am 08.05.07 um 19:33

    Wäre ich konsequent, hätte ich tun müssen, aber es so lästig, zur Post zu gehen und um Druckerpapierhändler etc.

    Im Nachhinein habe ich Geld gespart, denn es scheint bei Unternehmen modern zu sein, Bewerbungen grundsätzlich nicht zu beantworten. Für den postalischen Versand hätte ich also viel Geld ausgegeben, ohne das sich das gelohnt hätte. So habe ich nur ein paar E-Mails verschwendet und die Netzlast erhöht. ;-)

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