Digitalisierung deutscher Kulturgüter als Jobmaschine

Nun lasst uns mal diese Idee in die Praxis portieren:
Ein, sagen wie mal, 300 Jahre altes Buch - in Handarbeit viele Jahre restauriert...Herzblut eines Wissenschaftler...und Karl, der arbeitslose Maurer wird dazu verdonnert, dieses Buch zu digitalisieren...
Karl hasst diesen Job. Das wollen wir ihm nicht verübeln, dann für diese "Frauenarbeit" bekommt er nur einen Euro die Stunde. Und Karl will doch richtig "zupacken"...
Bücher interessierten ihn sowieso nie, den Wert dahinter versteht er nicht...

Es braucht nicht viel Fantasie, um sich Karl nun am Computer vorzustellen...das Buch mit dem Scanner mehr oder weniger vergewaltigend...
Es ist doch nur ein Buch...
(...oder: es war doch nur ein Buch...)

TP: Digitalisierung deutscher Kulturgüter als Jobmaschine

Kann es sein, das auf solche schwachsinnigen Ideen nur deutsche Politiker kommen können?
Ähnlich könnte man auch die Idee von "Arbeitslose in Sozialjobs" weiterspinnen.
Wollen wir diesen Karl dazu zwingen, unsere kranke Mutter zu pflegen?
Oder soll Karl sich im Kinderarten um dein Kind kümmern?

Es gibt Jobs, (insbesondere in sozialen Bereichen) zu denen man "geschaffen" worden sein muss.
Auch hier benötigt man nicht viel Fantasie, was passiert, wenn Karl der Job ankotzt und er allein mit seinem Schützling ist...Stichwort:Agression?
Und auch das können wir Karl nicht negativ anlasten, denn das ist eine ganz normale menschliche Reaktion...
...Aber natürlich! Karl wird nur unter Aufsicht arbeiten...Das sind Fiktionen!...
...Auf dem Papier...
...Wollen wir es in der Praxis drauf ankommen lassen?

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