Erzwungenes Reallife
"Man merkt erst wirklich, wie alleine man eigentlich ist, wenn man vor dem Router sitzt, LEDs beobachtet und hofft, das sich etwas ändert." schrob ich dem Oli noch mit einer wackeligen, röchelnden Leitung und dann kickte es mich endgültig raus... Kein Netz, für Stunden. Horror, sag ich euch!
Was macht man in der Zeit?
Ein wenig Festplatte aufräumen, altes Zeux löschen ...(Router angugg - Frust) ... ein wenig mehr löschen (Router angugg- mehr Frust) ... *noch mehr lösch* (Router angugg- Megafrust) *erste Festplatte formatier*... *Monitor doof angugg* Was mach ich hier eigentlich gerade?
Was mach ich mit so einer leeren Partition nu?
*umgugg*
Hier liegen noch ein Stapel Linux- Cds rum... (Als ich nach diesen griff, gabs btw. ein breites Grinsen aus der anderen Ecke des Zimmers. "Kein Netz, ne?" "Weil?" "Linuxinstallation mal wieder?" ... Man kennt mich scheinbar....)
Die Wahl fiel diesmal nicht auf "Welches mag ich am liebsten", sondern auf "Welches lässt mich installieren, ohne das ich mir ne andere Tastatur aus dem Regal hole".
Nunja, Ubuntu tats. (Ich bin noch nicht wirklich glycklich mit der Auswahl, aber ich teste trotzdem mal rum.)
Der Installer ist gruselig, an sich ja deppensicher, zu deppensicher, meiner Meinung nach, mit einem kleinen Schönheitsfehler: Man sollte einem sagen, dass man nichts tun darf an der Kiste, während der installiert. Kommt man nämlich auf die grandiose Idee, hier irgendein Fenster zu öffnen, crasht der.
Nach dem 4. Anlauf wusst ichs dann auch und es klappte soweit.
Sprache auswählen, Tastaturlayout, Zeitzone, Useraccount, Partitionen, fertich...
Ich fragte mich die ganze Zeit, an welcher Stelle denn nun die Einrichtung des Rootaccounts kommt...
Kurz und knapp: Sie kam gar nicht.
Kann ich nicht wissen und nachguggen auch nicht.... ich hatte ja kein Netz.
Das verwirrte mich ziemlich, insbesondere, weil nach dem Neustart für allerlei Kram nach eben diesem Passwort gefragt wird.
sudo passwd root
passwort meines jetzigen accounts
rootpasswort
rootpasswort nochmal
...löste dann das Problem. X läuft nach nur 2maligen zerschießen nun auch mit Twinview. (apt-get install mc ist im übrigen eine nette Hilfe beim Backup einspielen, mein Netz ging wieder, just in diesem Moment, wo Linux lief.)
An dieser Stelle war ich nicht unglücklich darüber, das ich die ein oder andere Erfahrung mit Linux hatte. Nvidia und Linux waren damals das allererste, wo ich als völliger Noob zusammenprasselte. (Wenn ich mich richtig erinnere, warens 3 Neuinstallationen anschließend.
)
Alles in allem fühlt es sich nicht verkehrt an, noch sehr träge irgendwie, ich muss diesen Gnome da mal ausmisten, aber irgendwie ists wie "nach Hause gekommen" inklusiver der Sachen, die ich damals schon mochte oder die mich damals schon ankotzten. :o)
oli