Klick mal

Vom 7. November 11.00 Uhr bis 8. November 11.00 Uhr rufen die Reporter ohne Grenzen zu einem weltweiten Online- Protest gegen Zensur.

Mehr als 60 Cyber- Dissidenten rund um den Globus sitzen momentan im Gefängnis, weil sie ihre Meinung äusserten. Was in einigen Ländern völlig banal klingen mag, steht in anderen unter hoher Strafe. Gefängnis kann es zum Beispiel u.U. heißen, wenn du in China, Tunesien oder Ägypten deine Meinung bloggst. Um gegen diese Zensur anzukämpfen und die Leute darauf aufmerksam zu machen, starten die Reporter ohne Grenzen eine Online- Demonstration:

24 Stunden gegen Zensur.

Internetuser, Blogger, Journalisten, Studenten, einfach jedermann, ist dazu aufgerufen, sich an diesem Protest zu beteiligen: Mit einem einfachen Klick.

In dieser 24h- Periode findet sich unter www.rsf.org eine Liste mit 13 zensierenden Ländern sowie eine interaktive Landkarte. Mit jedem Klick auf eines der "schwarzen Löcher" hilfst du, dass diese in den 24h nach und nach verschwinden. Jeder Klick wird gezählt und hilft den Reportern ohne Grenzen, sich noch nachdrücklicher für einen freien Informationsfluss im Internetz einzusetzen.

Nimm eine Nachricht für den Yahoo- Gründer auf!

Auf http://www.rsf.org/ haben alle User die Möglichkeit, eine Nachricht für den Yahoogründer aufzunehmen und die Reporter ohne Grenzen stellen sicher, das er diese auch bekommen wird.

Warum Yahoo?

Weil es das erste Unternehmen war, welches seine Suchmaschine in China zensierte.
Ausserdem arbeitet es seit Jahren mit den chinesischen Behörden zusammen und ermöglicht es ihnen, Dissidenten zu verhaften, wie zum Beispiel Shi Tao, der dank Yahoo, welches seinen Emailaccount hostete, für 10 Jahren im Gefängnis sitzt. Andere internationale Unternehmen, welche ähnlich agierten, sind von den RoG ebenso kritisiert worden. (...)

Die Original- Pressemitteilung in Englisch findet sich hier.

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Einmal Senf zu “Klick mal” »»

  1. Getippselt von Oli am 04.11.06 um 10:39

    Warum nur die Konzentration auf Cyber? Das ist völlig sinnfrei und verzerrt die Lage! Gerade in China und Ägypten ist massive Zensur schon seit Jahrzehnten die Regel, Blogger nur eine "Randerscheinung" im Gesamtbild dieser Länder.
    Das China Zensur übt und notfalls mit brachialer Gewalt durchsetzt ist ebenso seit Jahrzehnten kein Geheimnis mehr, Ägypten aber ist seit den 50ern eine Republik, wird aber seit dem Attentat in den 80ern auf Sadat via Notstandsgesetzen von Mubarak regiert!
    Greift man nun noch einen winzigen zeitlichen Abschnitt heraus, dazu noch die Beschränk auf die, im Verhältnis(!), belanglose Zahle von sog. Cyber-Dissidenten, so wird ein völlig falsches Bild vermittelt. Hier dreht es sich nicht um die Zensur nur einer Meinung von Bloggern, sondern um die komplette Ausschaltung der Opposition, ja überhaupt einer kritischen Meinung in diesen Ländern.
    Da müßten sich vornehmlich die sog. demokratischen Staaten dran beteiligen und die Regierungen tatsächlich ächten und nicht noch Geschäfte mit diese treiben, da müßten die zahllosen Ägypten-Urlauber zuhause bleiben und nicht wegschauen, wenn sie in dieses Land fahren usw. Alles andere ist ein belangloser Strum im Wasserglas ...

Ick will mal wat sagen... »»

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