Wenn es nicht so real wär...
... ich würde drüber schmunzeln und was von Sience Fiction der 40-70iger Jahre (Die hatten einen bewundernswerten Weitblick damals.) faseln. Es ist real. Wer nicht nachweist, wie auch immer das gehen soll, das nichts mit dem Mitbewohner/in läuft, in derem Portemonnaie (Zwiebelleder, wie meine Mutter immer zu schimpfen pflegte. :o) ) könnts demnächst arg eng aussehen.
Die Rede ist von HartzIV, welcher der Korrupt neuerdings liebevoll mit HIV abkürzt. Ich begrü�e dieses Kürzel.
Zudem kommt dann noch eine Art Reallife- WGA hinzu, ein automatischer, ständiger Datenabgleich des Arbeitslosen hinter seinem Rücken, ob da nicht doch wer schummelt.
Es ist mit dem Menschenbild des Grundgesetzes nicht zu vereinbaren, auf diese Weise alle Arbeitsuchenden, die Grundsicherung beanspruchen, unter Generalverdacht zu stellen.
...bringts der Berliner Datenschutz hier auf den Punkt, welcher ebenso bei anderen Schüffelaktionen gilt, wie zum Beispiel die Abfrage von Kraftfahrtbundesamt aus rein präventativen Gründen. Auch am Telefon darf geschwiegen werden, Auskünfte an die vom Amt beauftragten, privaten Callcenteragenturen, ob sich denn in etwas geändert hätte im Leben des Deliquenten, sind völlig freiwillig. Nur leider wissen das die wenigsten, obwohl sie ausdrücklich drauf hingewiesen werden sollten.
In die Wohnung mu� man auch niemanden unangemeldet lassen, denn, auch wenn man all die Leute da drau�en mit Paragraphen noch und nöcher, mit Sanktionen und Bürokratie in den Wahnsinn treibt, wir haben noch immer ein Grundgesetz, das in Artikel 13 die Unverletzlichkeit der Wohnung sichert.
Das sagt man den Leuten aber nicht. Der dumme Pöbel, in Existenzängste versetzt, ist auch viel leichter zu kontrollieren.
Auf die üblichen Anspielungen des GG verzicht ich an dieser Stelle mal ganz bewu�t. Selbst bei demjenigen, der abends die Bild zum Feierabendbier liest, sollte es an der ein oder anderen Stelle *klick* machen.
(Und nun schimpft mich wieder elitär, aber ich glaube nicht daran, das der Mensch per sé dumm, sondern einfach nur zu faul (zum denken) ist.)
Wo wir hier eh gerade am berliner buschfunken sind:
Den Wahl - Snailmailspam, also der Werbemüll, der im Briefkasten und danach in dem Pappkarton darunter, (der Reallifespamfilter :o) ) muss man abstellen. Schriftlich und hochoffiziell und spätestens bis zum 19. Juni 2006 bei einem Bürgeramt (die hie�en mal Meldestelle, sind aber trotz des Human- Wortes nicht wirklich humaner geworden) oder unter der Adresse :
Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten
Zentrale Ordnungsaufgaben Einwohnerwesen
FriedrichstraÃ?e 219
10958 Berlin
Einen Musterbrief dafür gibts hier.
Man kann auch mit einen Personalausweis oder einem RFID- Radiosender Reisepass persönlich vor- und widersprechen, wenn man denn einen Nachmittag frei hat und den gern mit einer Nummer in der Hand unter wartenden Menschen verbringen möchte.
Dix: â??Nur so kann der Bürger verhindern, dass seine Daten bei Parteien und sonstigen Wahlbewerbern landen, mit denen er eigentlich nichts zu tun haben will.â??
Na, wenn das nichts ist? Da lohnt sich doch glatt die Briefmarke, nicht wahr?
Im übrigen ist das eine einmalige Prozedur dir bis zum Widerruf durch einen selbst gilt. Also auch fürs nächste Jahr. (Wenn man es optimistisch betrachtet.)
Oli